1. April 2016

Rezension - Still


Zoran Drvenkar

Still


Verlag: Heyne
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: 08.März 2016
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 €





Klappentext


Hass ist, was bleibt, wenn dir alles andere genommen wurde

Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden auf mysteriöse Weise Kinder. Nur ein einziges Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Ein verzweifelter Vater beginnt, auf eigene Faust zu ermitteln. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller.


Meine Meinung

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll. 
Wow... "Still" ist ein sehr außergewöhnlicher Thriller. 
Es ist wirklich etwas komplett anders, als man es erwarten würde und ich vorher auch nie nie in der Art gelesen habe.
Weil ich zuvor schon viel gutes über dieses Buch gehört habe, musste ich es mir im Buchhandel dann doch mitnehmen. Ich habe es mir am späten Nachmittag gekauft, wollte dann, zu Hause angekommen, nur kurz rein lesen wie es so ist. Doch schon nach den ersten Seiten konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es war so spannend, fesselnd 
und mitreißend, dass ich es dann noch am selben Abend durch gelesen habe. Richtig klasse!
Was das Buch wohl so besonders macht, sind die drei verschiedenen Perspektiven, in denen es abwechselnd geschrieben ist. Am Anfang beginnt es mit "SIE", geht dann weiter mit "DU" und danach "ICH". Doch im Grunde werden alle drei Perspektiven nur von einer einzelnen Person erzählt. Und zwar aus der Sicht des Vaters, der sich an den Entführern rächen will. Das klingt jetzt alles ziemlich kompliziert, ist es aber beim Lesen dann gar nicht. Man findet sofort in die Geschichte rein und versteht auch eigentlich direkt wer oder was genau gemeint ist. 
Auch dass das Buch in der alten deutschen Rechtschreibung übersetzt wurde, stört eigentlich überhaupt nicht. 
Vom Inhalt ist das Buch sehr spannend, aber an einigen Stellen sehr grausam,gewalttätig und brutal. Sowie physisch als auch psychisch. Mache Dinge sind einfach unvorstellbar. 
Zum Schluss der Story gibt es dann noch einen Wendepunkt, an dem man feststellt, dass es doch nicht so ist, wie man es die ganze Zeit vermutet hat und wird zu der gesamten Grundspannung noch mal zusätzlich überrascht. 
Zoran Drvenkars Schreibstil ist einfach großartig und 
"Still" ist ein hervorragender Thriller. 
Dieses Buch ist mein absolutes März Highlight und ich empfehle es jedem, mit starken Nerven und der Lust hat einen etwas anderen Thriller zu lesen. 
Ich bin sehr begeistert, vollkommen überzeugt und bewerte es mit vollen 5 von 5 Sternen.


Über den Autor


Zoran Drvenkar wurde in Kroatien geboren und zog im Alter von drei Jahren mit seinen Eltern nach Berlin. Seine Thriller »Sorry« und »Du« wurden in 14 Sprachen übersetzt. 2010 wurde »Sorry« mit dem Friedrich Glauser Preis ausgezeichnet. Er ist auch der Autor vielfach prämierter Kinder- und Jugendbücher, unter anderem schrieb er unter Pseudonym die Bestsellerreihe »Kurzhosengang«. Zoran Drvenkar lebt in der Nähe von Berlin in einer alten Kornmühle.